Herzlich Willkommen auf der Webseite der

NABU-Kirche Neu-Temmen!

Die NABU-Kirche Neu Temmen ist ein gemeinsames Projekt der evangelischen Kirchengemeinde und des NABU Templin.

 

Hier kommen Biobauern und Waldbesitzer, Alteingesessene und Neuzugezogene, Vegetarier und Jäger zusammen. Sie verbindet der Wunsch, mit Gottes Segen die Welt zu einem besseren Ort zu machen – für Mensch und Natur, für Starke und Schwache, und besonders für die oft übersehenen kleinsten Lebewesen wie Insekten, Würmer und andere Tiere, ohne die wir nicht leben können.

Angesichts des Artensterbens wirbt die NABU-Kirche für einen neuen Blick auf die Natur. Sie unterstützt eine sanfte, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft und setzt sich für mehr Lebensraum für Pflanzen und Tiere in Gärten, Wiesen, Wäldern und Feldern ein.

Neu Temmen liegt mitten im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin – eingebettet in Hügel, Wälder und Seen. Das Dorf hat nur wenige Einwohner, aber viele Freunde und Nachbarn.

Anwohner, Besucher und Unterstützer haben sich zur Aktionsgruppe NABU-Kirche zusammengeschlossen, um die alte Fachwerkkirche zu erhalten und neu mit Leben zu füllen.

In einer deutschlandweit einmaligen Kooperation von NABU und evangelischer Kirche werden hier Veranstaltungen, Gottesdienste, Konzerte und Ausstellungen rund um die Themen Natur – Mensch – Gott angeboten. Einmal im Monat finden Gottesdienste mit anschließender Begegnung bei Kaffee und Kuchen statt. Im Sommer nutzen Künstlerinnen und Künstler die Turmstube als stillen Raum für einen kreativen Rückzug.

Nach umfassender Renovierung wurde die Kirche am Pfingstmontag, 24. Mai 2021, feierlich von Pfarrer Ralf Schwieger und Bischof Christian Stäblein eingeweiht.

 

Unser Ziel:

Ein Ort der Einkehr und Begegnung – für Lebensfreude, Dialog und Spiritualität.

Alle Menschen, deren Wege nach Neu Temmen führen, sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen und mitzumachen.

Wenn sich NABU und Kirche die Hand reichen, werden aus Fremden Gleichgesinnte – für den Erhalt dessen, was unsere Region reich macht und doch im Rückzug ist: Natur.

Unsere Naturschutzaktivitäten werden vom NABU-Regionalverband Templin unterstützt.

Unsere strategischen Ziele für nachhaltige Entwicklung

Wir wissen um den begrenzten Wirkradius unserer Initiative und möchten trotzdem einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in unserer Region und der Welt leisten. Wir sind davon überzeugt, dass nur mittels modellhafter lokaler Entwicklung Veränderung möglich ist, die auch Strahlkraft über die Region hinaus für ganz Deutschland, Europa und letztlich global entfaltet. Im Folgenden sind beispielhaft 10 Ziele zur Nachhaltigkeit formuliert, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Wirken der NABU-Kirche stehen.

 

Wir fordern:

  • Kein Einsatz von Ackergiften wie Neonikotinoide und Glyphosat
  • Eingrenzung von Lichtfallen und Lichtverschmutzung im ländlichen Raum
  • Einwegprodukte nur noch aus biologisch-abbaubaren Materialien
  • Verzicht auf Windenergie im Wald
  • Begrenzung der Ackergröße und Schaffung/Erhalt wilder Feldraine
  • Mindestens 10% Brachanteil in der Agrarlandschaft
  • Begrenzung des Maisanbaus

 

Die ganz großen Träume:

  • Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.
  • Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.
  • Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern
  • Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser gewährleisten
  • Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern
  • Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.
  • Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen.
  • Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
  • Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der Biodiversität ein Ende setzen
  • Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen.